Der Chinesische Raupenpilz bricht Rekorde
Chinesischer Raupenpilz – Viele Spitzensportler haben in ihrer Karriere schon alles ausprobiert, von Aminosäuren bis hin zu Steroiden – sie sind jederzeit auf der Suche nach einem Ergänzungsmittel, das ihnen einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen könnte. Chinesische Leichtathleten nutzten den Pilz, um ihre Schnelligkeit und Kraft zu verbessern – die Ergebnisse waren kaum zu übersehen. Die Resultate sind beeindruckend: Die Athleten stellen Weltrekorde auf und hinterließen ihre Konkurrenten im Schatten. Im August 1993 holten chinesische Läuferinnen bei den Weltmeisterschaften in Stuttgart Goldmedaillen im 1.500-, 3.000- und 10.000-Meter-Lauf. Im folgenden Monat, bei den siebten Chinesischen Nationalen Spielen in Peking, brachen diese Läuferinnen drei Weltrekorde, darunter den bisherigen Weltrekord im 10.000-Meter-Lauf um ganze 42 Sekunden.

Dabei fielen jegliche Dopingkontrollen des rekordverdächtigen chinesischen Leichtathletik-Teams negativ aus. Der Internationale Amateur Leichtathletik-Verband hat die neuen Weltrekorde anerkannt. Der Trainer dieser Spitzenathleten erwartet, dass die Leistungen seiner Läufer bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta noch beeindruckender sein werden. Sein Geheimnis sei der Chinesische Raupenpilz, ein natürliches Heilmittel, das keine schädlichen Substanzen enthält. Der Cordyceps verbessert die Ausdauer und erhöht die ATP-Produktion (man spricht von einer Steigerung von 20% oder sogar mehr). Einer der bemerkenswertesten Wirkstoffe des Cordyceps ist das Cordycepin – auch Deoxyadenosin genannt. Dieser biochemische Stoff ähnelt dem Adenosin, welches Teil des ATP-Zyklus ist. (1)
Traditioneller Gebrauch des Chinesischen Raupenpilzes
Der Chinesische Raupenpilz (lat. Cordyceps sinensis) ist im Westen Chinas, in den Regionen Sichuan, Tibet und Qinghai beheimatet. Außerdem wird er in Hongkong und in den Cameron Highlands von Malaysia angebaut. Die Ernte ist schwierig und kostenintensiv, weil die Standorte ziemlich abgelegen und schwer erreichbar sind. Der Chinesische Raupenpilz ist seit langem ein Hauptbestandteil der traditionellen chinesischen Pflanzenheilkunde. Der Pilz wird seit über 5.000 Jahren als Energielieferant verwendet und als “Lebensverlängerer” bezeichnet. Im Vergleich zu einigen chinesischen Kräutern, die entweder ausschließlich für Männer oder für Frauen bestimmt sind, kann der Chinesische Raupenpilz von jedermann eingenommen werden.
Chinesischer Raupenpilz – Wirkungen
Der Chinesische Raupenpilz wird zur Verjüngung, zur Steigerung der Energie und zur Bewältigung eines hektischen Lebensstils eingesetzt. Er ist als Mittel gegen Schwäche und Erschöpfung bekannt und wird mitunter als Aphrodisiakum verwendet (in Kombination mit der He Shou Wu-Wurzel). Der Pilz wird oft mit Ginseng und Gelée Royale zu einem Tonikum für “Kraft und Vitalität” gemischt. In China wird der Chinesische Raupenpilz oft älteren Menschen empfohlen.

Seitdem ein chinesischer Leichtathletiktrainer das geheime Ergänzungsmittel seiner Schützlinge verraten hat, erhält der Pilz erneut große Aufmerksamkeit. Die Popularität reicht sogar bis in die westlichen Länder vor, wo der Chinesische Raupenpilz zurzeit auch in der Medizin weiter untersucht wird. Dabei untersuchen Wissenschaftler weitere Verwendungsmöglichkeiten des Pilzes. (4)
Ressourcen 1) Hardeep S. Tuli, Sardul S. Sandhu, and A. K. Sharma corresponding author. Pharmacological and therapeutic potential of Cordyceps with special reference to Cordycepin. 3 Biotech. 2014 Feb; 4(1): 1–12.Published online 2013 Feb 19. Abrufbar unter https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3909570/2) Ashok Kumar Panda, Kailash Chandra Swain. Traditional uses and medicinal potential of Cordyceps sinensis of SikkimArticle (PDF Available) in Journal of Ayurveda and integrative medicine 2(1):9-13 · January 2011 Source: PubMed. Abrufbar unter https://www.researchgate.net/publication/51469420_Traditional_uses_and_medicinal_potential_of_Cordyceps_sinensis_of_Sikkim3) John Holliday* & Matt Cleaver. Medicinal Value of the Caterpillar Fungi Species of the Genus Cordyceps (Fr.) Link (Ascomycetes). A Review. International Journal of Medicinal Mushrooms, 10(3):219–234 (2008). http://omni-health.net/Home_Page/Products/Cordyceps/Docs/Cordyceps_review_2008_eng.pdf4) Xu RH, Peng XE, Chen GZ, Chen GL. Effects of cordyceps sinensis on natural killer activity and colony formation of B16 vážných kožních porucha. Chin Med J (Engl). 1992 Feb;105(2):97-101. Abrufbar unter https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1597083


